Die Ferme Auberge Grand Hêtre (Schnepfenried)

Würde „Michel aus Lönneberga auch gefallen

Würde Michel aus Lönneberga auch gefallen

Der auf über 1200 Höhenmeter lebende Jean-Mathieu Spenle ist ein Fermier vom guten alten Schlag. Sein Großvater war schon in den Hochvogesen auf der Ferme Auberge Le Grand Hêtre (große Buche) und sein Vater auch.  Weiterlesen

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Morgen, Fête de la Musique!

Fête de la Musique

Fête de la Musique

Zwar sind die Straßen wirklich übel verstopft (es wird jedes Jahr schlimmer …), aber die „Fête de la Musique“ ist immer noch eine ganz tolle Sache. Wenn man die großen Plätze meidet, ist es fast so lauschig wie früher. In den Krutenau und anderswo sieht und hört den einsamen Gitarristen an der Straßenecke, den kleinen Hobbychor, fröhlich beim trällern, den Dudelsackspieler aus Deutschland … Manchmal muss man nur den Tönen folgen, sich durch eine Gasse zwängen, wo keine zwei Leute nebeneinander Platz haben und man landet in einem Hinterhof, beim schönsten Cellokonzert der Welt. Die besten Dinge im Leben kosten nichts, dieser Tag beweist es.

Samstag, 21. Juni | Straßburg, Elsass, ganz Frankreich |

Dirty Tomi

Unter-16Diese Schau musste kommen, denn Straßburgs einziger lebender Künstler von Weltruf, Tomi Ungerer, mag bekanntlich Frauen, ob nun Frau Holle oder eine Dominatrix namens Astrid. In seiner langen Karriere hat er sie immer wieder gezeichnet. Nicht immer kamen sie gut weg, was nicht verwundert, litt der Künstler doch unter einer allzu dominanten Mutter. Besonders zu empfehlen ist der nicht jugendfreie Keller, Dirty Tomis Fort Knox. In seinem digitalen Zeichenblock blitzt dort im Sekundentakt Ungerers Genie als Zeichner auf. Wie man sieht, hat er nicht nur Lust am Delikaten, sondern auch am Handwerk. Das darf man jetzt auch doppeldeutig verstehen. „Femme Fatales“ stöckelt noch auf sehr hohen Hacken bis Ende Juni in seinem Museum. Auch wenn vieles schon gezeigt wurde, lohnt sich die Ausstellung, da einige Bilder noch nie zu sehen waren – und überhaupt, Tomi Ungerer geht immer.

„Femmes Fatales“ | Museum Tomi Ungerer | Geöffnet tgl. von 10-18 Uhr, Dienstag geschlossen. 6,50 Euro, erm. 3,50 Eur | Führungen in Deutsch am 14. Juni. | Bis 30. Juni | musees.strasbourg.eu

Die „Polka trifft Pogo“-Situation

TNS-Party-02_8-6-2014Normalerweise kennt man die Leute, die einem beim Tanzen auf die Füße stehen. Wenn man aber an einem „Bal Folk“ teilnimmt, weiß man nicht, von wem die blauen Flecken stammen. Dabei beginnt der Abend recht gediegen vor dem Café des TNS mit Walzer und ähnlich gediegenen Tänzen. Für den Abschlussball“ des Straßburger Theaterfestivals Premières (8.Juni) wurde die Combo Bal’us’strad verpflichtet, gut erkennbar an Instrumenten, die man für längst ausgestorben hielt, wie das Sousaphon, mit dem man auch die Mauern von Jericho zerbröseln könnte und einer Trommel, groß wie ein Planschbecken. Der wilde Haufen hatte für jedes Stück einen neuen Tanz parat und die Anleitung dafür auch, wie viele Schritte dahin, wie viele dorthin, wann klatschen, wann stampfen, verbeugen, drehen und so weiter und so fort. Das Publikum (Theaterleute, Zuschauer, Touristen, Fans) hatte gleich einen Narren an der Sache gefressen. Waren es zunächst diejenigen mit Ahnung von der Materie, kamen im Laufe des Abends immer mehr Leute auf die Tanzfläche, die Tanzwissen mit Engagement wettmachten. So wurde die Tanzerei wilder und chaotischer, aber auch sympathischer. Höhepunkt des Abends war die „Polka trifft Pogo“-Situation, bei der zwei Tanzgruppen mit Ansage ineinander rasselten, eine Art Reenactment der Schlacht von Hastings. Als dann die Band mehr und mehr Balkan-Paprika-Groove in die Musik brachte, wurde der vorläufig heißeste Abend des Jahres noch etwas heißer. Wer hätte das gedacht, dass man bei dieser Affenhitze noch so viel Energie hat aufbringen kann?

balustrad.com