Gelesen: Fermes Auberges des Oberelsass

Alle sind freundlich da oben, bis auf den da. (Ausnahmen bestätigen die Regel.) Ein Bulle auf der Alm.

Alle sind freundlich da oben, nur der nicht.  Ausnahmen bestätigen die Regel …  (Bild stammt nicht aus dem besprochenen Buch.)

Bei den Gärtnern der Hochvogesen

Die typischen Bergbauernhöfe der Vogesen, die Fermes-Auberges, werden alle paar Jahre mit neuen Büchern gewürdigt, die gerade für den Leser interessant ist, der sich in den Hochvogesen noch nicht auskennt. Diese Zielgruppe spricht auch „Fermes Auberges des Oberelsass“ an, das von Tal zu Tal 44 Bergbauernhöfe vorstellt. Man erfährt was es mit den Fermes Auberges auf sich hat, was dort aufgetischt wird, wer in der Küche steht, ob man dort übernachten kann und auch, ob es Münsterkäse, Speck, Butter und mehr zum einkaufen gibt. Diese Infos braucht es, wenn es in die Vogesen geht.

Abb. ADT

Abb. ADT

Gerade oder weil diese Bergbauern aus einem Holz geschnitzt sind („Hier auf dem Bauernhof ist jeder polyvalent“) pflegt man doch eine persönliche Note, die über das deftige Melkermenü hinaus geht. Auf der Hahnenbrunnen machen sie Bauernhofeis, Weinbergschnecken sind auf der Chèvremont im Baekaofa (gut zu wissen …) und die Gaschney serviert einen leckeren Hausaperitif mit Crémant und Schnapskirsche. So was liest man gerne! Die Wandertipps sind nur für Spaziergänger interessant, Wanderer kommen zu kurz. Überhaupt wäre ein bisschen mehr an Informationen (Was ist ein Welschenland?) und Lobgesang à la „Bergbauernwirte sind Gärtner der Hochvogesen“ (das ist doch schön gesagt!) nicht schlecht.

Was weniger gefällt ist die broschürenhafte Gestaltung  sowie Fehler wie „Vogesenverein“ (Vogesenclub) und dass man über Lac du Forlet und Lac des Truites schreibt, wo es sich doch um den gleichen See handelt. Gut zu wissen wäre auch warum gerade diese Fermes-Auberges vorgestellt werden und nicht andere.

Das Sahnehäubchen setzt Daniel Zenner mit seinem Beitrag über die „die kulinarischen Freuden der Fermes-Auberges“ und die Auswirkungen der elsässer Küche. „Nach diesem Rezept haben die Italiener die Pizza entwickelt!“, schreibt er über den Flammkuchen. Was für ein Schelm.

http://www.fermeaubergealsace.fr

Ursula Laurent: Fermes-Auberges des Oberelsass | ADT | 128 Seiten | 9 Euro |

Erhältlich über die Office de Tourisme des Oberelsass und bei den Bergbauern

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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