Gelesen: Das Dandy-Kochbuch

Herrschaftszeiten, wenn Männer kochen … 

„Der Dandy strebt nach Genüssen, die ihn der Alltäglichkeit entheben“, schreibt Melanie Grundmann in ihrem feinen und aufwendigen Dandy-Kochbuch, das schon von der Machart (Lesebändchen, roter Farbschnitt) ein Fest ist. Die Berliner Kulturwissenschaftlerin folgert daraus, dass „der Schritt zu wüsten Gelagen und Orgien nicht weit“ ist. Dekadent geht hier die Welt zugrunde mit einem Schwarzen Menü (Kaviar auf Blini, Trüffelpüree, etc.), Kalbsbries à l’Espagnole und natürlich einer Schildkrötensuppe. So viel Verderbtheit muss sein. Die Anleitung („12 Stunden lang ausbluten lassen“) ist nichts für schwache Gemüter. Zum Glück kann man besagte Suppe auch mit Kalbsfleisch oder Kalbskopf herstellen. Weiterlesen

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Aus der guten alten Zeit

Ein Besuch in Gertwiller beim Lebkuchenbeck

Lebkuchenhaus à la Grimm

Lebkuchenhaus à la Grimm

Eigentlich sollte der Geruch im Hof nicht verwundern, aber man stutzt dann doch beim schnuppern. Es riecht so sehr nach Weihnachten, als würde es die vielbesungene Weihnachtsbäckerei tatsächlich auch in echt geben. Und ja, es gibt sie, die Tür ist offen. Weiterlesen

Heimat satt

Blick in die Tiefe des Raums. Was essen die anderen?

Blick in die Tiefe des Raums der Winstub Henriette.  (Auf dem Teller liegt ein Onglet)

Keine andere Stadt im Elsass ist weiter entfernt von dem, was man unter allemanischen Kultur und „Elsass“ versteht wie Mulhouse. Der berühmte Markt könnte auch irgendwo im Maghreb stattfinden, manche Stadtviertel auch. Kleine Beitzen wie die Winstub Henriette im Zentrum von Mulhouse sorgen für einen Ausgleich. Weiterlesen