In Sachen Bier: 500 Jahre bayrische Landesordnung …

Double trouble. (Gesehen in Westhoffen)

Wem die Stunde schlägt, oder „double trouble“ in Westhoffen

Bekanntlich gehört das Elsass nicht mehr zu Deutschland, aber in Sachen Bier mag man die Blume genauso wie auf der anderen Seite des Rheins. Vor 500 Jahren gehörten die Elsässer zum HRR,  wie Franzosen, Italiener, Böhmen und andere auch. Bekanntlich ist seit dem viel passiert. Geblieben ist die Liebe zum Bier und korrespondierender Sauereien (Wädele! Schäufele! Knack!), die aber nicht so weit geführt hat, dass das Elsass ein Bierland geworden ist. Am Wein kommt nun wirklich keiner vorbei … Wo anderen Orts das Pendel dahin oder dorthin geschlagen ist (Bayern war mal ein Weinland, ist es aber nicht mehr) hat sich das Elsass noch – typisch für seine Doppelnatur – die Bierseele bewahrt. Zwar gibt es nicht mehr hunderte von Brauereien, aber ein paar konnten sich retten. Heute trinkt ganz Frankreich Kronenbourg. Und die Elsässer? Auch, aber die haben noch besseren Gerstensaft, wie zum Beispiel die einzigen Pilsbrauerei Frankreichs Meteor* aus Hochfelden (Nordelsass) und übers ganze Land verstreut viele, viele Mikrobrauereien. Da die Elsässer nicht ans deutsche Reinheitsgebot gebunden sind, wird auch mal wild experimentiert. Kann schmecken oder auch nicht. Bei nicht gefallen, in der Winstub ist noch Platz auf der Eckbank.

*  Meteor wird recht häufig in elsässer Beitzen gezapft, Biere von Mikrobrauereien gibt es meist nur in Szenekneipen. Deutsche Sorten sind auch verbreitet.

 

 

 

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