Ausprobiert: Le Tarbouche (Straßburg)

Im Vorderen Orient

Immer was los hier. Fotografiert an einem Samstag im Juni

Immer was los hier. Fotografiert an einem Samstag im Juni

Im Straßburger Quartier Krutenau lebt ein buntes Völkchen aus alteingesessenen Straßburgern, Studenten, Hipstern und Einwanderern aus aller Welt. Alle haben Hunger und Durst. Hier gibt es elsässische Gastronomie genauso wie brasilianische, koreanische und natürlich arabische Küche, wie das beliebte Restaurant Le Tarbouche, dass (Tipp, mal in den Keller gehen …) auch in Beirut sein könnte. Meistens ist es voll.

Wer keinen Platz kriegt, holt sich Schawarma (frz. Chawarma) oder was anderes auf die Hand und isst auf der nahen Place du Pont aux Chats wo es Bänke hat. Sind aber in der Beitz noch Plätze frei, dann hat man das doppelte Vergnügen. Zum einen kriegt man in diesem Kiez interessante Leute zu Gesicht, zum anderen auch das Essen, dass dann nicht unsichtbar in einen Teigfladen eingerollt ist, sondern auf einem Teller schön platziert anzuschauen ist.

Rot-Grün in Straßburg, schön fürs Auge

Ein leuchtendes Beispiel für Frische: der Salat

Die Küche lebt von der Vielfalt, wie man beim Tellergericht „Découverte“ (frz. entdecken) gleich sieht, da gibt es Schawarma, Hummus, Taboulé, Auberginenpüree … Das ist ein fein gewürzter orientalischer Crashkurs, der wirklich viel fürs Geld bietet. Auch das Schawarma ist lecker, außen ist das Fleisch schön knusprig, innen tatsächlich saftig. Super! Als ein prima Gegenspieler zum vollmundigen Hummus und Auberginenpüree und auch den Teigtaschen erweist sich das ungemein frische Petersilie-Tomaten-Gurken-Mischmasch. Zu den Spezialitäten des Hauses gehören zudem die Köfte (Kofta) und die Grillspießchen, Brochettes Tawouk genannt.

Tipp: Salat braucht man keinen bestellen, es ist genügend auf dem Teller. Vom Tee sollte man die Finger lassen, außer man trainiert für den Iron Man. Manko: Das Fladenbrot dürfte gerne etwas Temperatur haben. Fazit: Ein sicherer Hafen für Hungrige mit Sinn für exotische Küche.

Ach ja, und was heißt eigentlich Tarbouche? Tarbouche ist die traditionelle Kopfbedeckung aus dem Vorderen Orient, in Deutschland ist die Kappe auch als Fez bekannt. Im Restaurant sind die Lampen im képi-Style.

Tellergericht: ab 8,80 Euro, Kinderteller 5,50 Euro, Bier 2,20 Euro, Tee 1 Euro

Le Tarbouche | 22, Rue de la Krutenau | Tel. 00333 88 35 00 48 | Mo – Do 11.45 – 23 Uhr, Fr Sa 11.45 – 23.30 Uhr

 

 

 

 

 

 

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