Buch: Agnès Ledig: „Das Einzige, was jetzt noch zählt“

Leise Töne

Wer Juliette heißt, sollte damit rechnen, dass eines Tag Roméo in das Leben tritt. Die in der Nähe von Obernai lebende Schriftstellerin Agnès Ledig erzählt die Geschichte einer Krankenschwester, die einen „Inbegriff eines Feuerwehrmanns“ (breite Schultern, muskulöser Körper) kennen lernt. Lovestory? Weiterlesen

Advertisements

Postkarte aus dem Tomi Ungerer-Museum

Hier kommt man unter die Räuber: Straßburg ist (manchmal) eine gefährliche Stadt, Tomi Ungerer (oft) ein gefährlicher Mann. Seine Gedanken sind frei, sein Strich zieht eine Rasierklinge und seine Tusche ist schwarze Säure. So ätzend und black wie er, können es wenige. Und so voller Herz ist er auch, der Kinderbuchautor. Tomi Ungerers „Drei Räuber“ finden sich derzeit auf vielen Bildern. Anlass? Sein 85 Geburtstag. 85 Künstler haben ihm zu Ehren gemalt oder gezeichnet. Happy Birthday!

Hier kommt man unter die Räuber: Straßburg ist (manchmal) eine gefährliche Stadt, Tomi Ungerer (oft) ein gefährlicher Mann. Seine Gedanken sind so frei, sein Strich zieht wie Rasierklinge und die Tusche ist schwarze Säure. So ätzend und black wie er, können es wenige. Und so voller Herz ist er auch, der Kinderbuchautor aus dem Elsass. Tomi Ungerers „Drei Räuber“ finden sich derzeit auf vielen Bildern. Anlass? Sein 85 Geburtstag. 85 Künstler haben ihm zu Ehren gemalt oder gezeichnet. Happy Birthday! Ausstellung: Tomi Ungerer Forever | Musee Tomi Ungerer | 2 Avenue de la Marseillaise | Straßburg

 

Empfehlung: Auberge du Pont de la Zorn

Doppelt gut

„Wir haben hier keinen Tourismus“, erzählt die Chefin, „90 Prozent sind Stammgäste.“ Gottseidank kann man da jubeln, denn es wäre nicht das erste Restaurant, dass durch zu viele Touristen Qualität, Charme und Seele verlieren würde. Die Auberge du Pont de la Zorn im Nordelsass ist ein rarer Fall wo Tarte flambée und gehobene Gourmet-Küche funktionieren. Weiterlesen

Postkarte aus Westhalten

Es stimmt, in und um Colmar im südlichen Elsass ist es oft ein bisschen sonniger als anderswo, will heißen, es regnet weniger. Wie vergangenen Sonntag im Vallée Noble zu sehen, einer wunderbaren Landschaft mit sagenhaften Weinen. Große Wanderziele wie Strangenberg, Zinnkoepflé und Schauenberg und kleine wie Heiliger Baum, Druidentisch, Teufelstein, etc. machen das Tal zu einem Erlebnis.

Es stimmt, in und um Colmar im südlichen Elsass ist es oft ein bisschen sonniger als anderswo, will heißen, weniger Regen. Vergangenen Sonntag zeigte sich das Vallée Noble im besten Licht als eine wunderbare Landschaft, die für sagenhafte Weine gut ist und Wanderungen. Große und kleine Wanderziele wie Strangenberg, Zinnkoepflé und Schauenberg und Heiliger Baum, Druidentisch, Teufelstein geben einem das Gefühl zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Kommt gut: Michael Kiwanuka

„Bewegt dich das, was du da hörst?“ Der selbstkritische Michael Kiwanuka (Foto: Universal)

„Bewegt dich das, was du da hörst?“ Der selbstkritische Michael Kiwanuka (Foto: Universal)

Junger Typ mit alter Seele

Michael Kiwanuka spielt kommenden Montag in La Laiterie in Straßburg. So viel ist sicher, es wird eines der Konzerte 2016, an die man sich gerne erinnern wird.

Zwar heißt das neue, zweite Album Newcomers Michael Kiwanuka „Love & Hate“, aber für den Hörer kann es eigentlich nur ein „lieben“ geben. Der Londoner mit Wurzeln in Uganda machte schon „Home Again“ (2012) auf sich aufmerksam, seitdem wird er als das nächste große Ding gehandelt. Weiterlesen

Gelesen: „Im Restaurant“

Ein Geschichtsbuch für Gourmets und Gourmands und alle, die sich irgendwie für Gastlichkeit interessieren. Die Streifzüge des Autors beginnen vor dem 1. Weltkrieg und gehen bis in die Gegenwart. Danach ist man um einiges schlauer.

Zum verschlingen

Hätte Christoph Ribbat sein Buch anders geschrieben, wenn er kein Professor für Amerikanistik wären? Wahrscheinlich, wenn man sich mit einem Land beschäftigt wo Tempo alles ist und die Erzählkunst auf höchstem Niveau, muss das abfärben. „Im Restaurant“ ist ein gute, temporeiche Collage aus kurzen, prägnanten Texten, die gekonnt Appetit machen, verwundern, Abscheu hervorrufen oder ins Staunen versetzen. Weiterlesen

Buch: Quitte

Harte Schale, süße Frucht

Dieses Buch ist was für Gourmets, Liebhaber alter Obstsorten und wahrscheinlich auch für Leute, die gerne ins Elsass gehen. Dort findet man ab und zu eine Kiste voll mit Quitten (frz. Coings), einfach so am Straßenrand zum mitnehmen. (So gesehen im Krummen Elsass.)

Der Mandelbaum Verlag schickt „kleine Gourmandisen“ ins Rennen, schmale Bücher über Rote Beete, Marone und Quitte. Von der Autorin Inge Fasan kennt man vielleicht schon ihre „Kochanleitung bei Liebeskummer“. Ihr Büchlein zur Herbstfrucht Quitte hätte vor zehn Jahren wohl nur eine kleine Zielgruppe interessiert, doch heute in Zeiten von Landlust-Romantik und Birkenstock-Hipness ist es ein Topthema. Weiterlesen