Kommt gut: Michael Kiwanuka

„Bewegt dich das, was du da hörst?“ Der selbstkritische Michael Kiwanuka (Foto: Universal)

„Bewegt dich das, was du da hörst?“ Der selbstkritische Michael Kiwanuka (Foto: Universal)

Junger Typ mit alter Seele

Michael Kiwanuka spielt kommenden Montag in La Laiterie in Straßburg. So viel ist sicher, es wird eines der Konzerte 2016, an die man sich gerne erinnern wird.

Zwar heißt das neue, zweite Album Newcomers Michael Kiwanuka „Love & Hate“, aber für den Hörer kann es eigentlich nur ein „lieben“ geben. Der Londoner mit Wurzeln in Uganda machte schon „Home Again“ (2012) auf sich aufmerksam, seitdem wird er als das nächste große Ding gehandelt.

„Michael Kiwanukas neue Songs klingen vielversprechend“, hörte schon der Tagesspiegel im Frühjahr auf einem Konzert in Berlin, als er live einiges von „Love & Hate“ zum besten gab. Michael Kiwanuka ist definitiv „alte Schule“, er schreibt Lieder, sie werden mit echten Instrumenten eingespielt, seine Roots liegen in Soul- und Funk, aber auch in der Rockmusik und er hat Leidenschaft. Es ist wohl kein Wunder, dass er mit alten Helden wie einem Terry Callier (auch ein stilistischer Grenzgänger) und Otis Redding (auch ein Mann mit Seele) verglichen wird.

Sein neues Album wurde von Dangermouse (Gnarls Barkley) produziert, dort findet sich der Übersong „Black Man in a White World“. Das Video dazu ist aufschlussreich. Wie einer dieser legendären Blues-Männer, die auf einen Deal mit dem Teufel warten, steht er auf einer Kreuzung und singt sich die Seele aus dem Leib. Im Hintergrund brodelt Percussion, wie sie in den 70er-Jahren und später im Nu-Jazz immer wieder zu hören war. „I’m a black man in a white world/ I’m in love but I’m still sad/ I found peace but I’m not glad“, singt er atemlos getrieben. Wir hören Zerrissenheit, Seele, Leidenschaft. Im Video fliegt er dann davon, dass seine Musik uplifting ist, lässt sich nicht leugnen.

Konzert: Michael Kiwanuka, Montag, 21. November, La Laiterie, Straßburg

Album: „Love & Hate“ (Universal)

www.michaelkiwanuka.com

http://www.artefact.org

„Bei diesem Album dreht sich einfach alles um meine Gefühle. Mein Hauptanliegen war es, Melodien zu finden, die mein Wesen einfangen. Dabei habe ich mir immer wieder diese eine Frage gestellt: Bewegt dich das, was du da hörst?“

Michael Kiwanuka über „Love & Hate“, das bei Universal Music erschienen ist.

 

 

 

 

 

 

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