5 x Frankreich zum verschenken

Hören, lesen, kochen, essen

Vielen Menschen ist Frankreich ein seltsames Land, wie man es lieben kann, bleibt unerklärlich. Für viele andere ist Frankophilie die natürlichste Sache der Welt.  Für die einen, wie die anderen gibt es hier ein paar schöne Dinge über und aus Frankreich. Wer liest, hört oder nachkocht, entdeckt den süßen Zauber Frankreichs. Kann man auch verschenken …

„Das Chanson ist ein kleines Drama“ (M. Rousseau) Foto: Marco Borggreve/Erato

Zur Erinnerung: Barbara

Die französische Sängerin mit elsässischen Wurzeln Barbara (eigentlich Monique Andrée Serf, 1930-97) ist mit „Göttingen“ geradezu unsterblich geworden. Zu diesem Lied wurde sie durch ein Gastspiel 1964 in Göttingen inspiriert, als die deutsch-französische Freundschaft noch nicht selbstverständlich war und vielleicht deshalb um so vitaler. Auf der Tribute-Platte wirken mit: Helmut Berger, Juliette Binoche, Jane Birkin und andere starke Stimmen. Die treibende Kraft dahinter ist der französische Pianist Alexandre Tharaud. Wer Chansons liebt, findent hier sein Glück.

Alexandre Tharaud „Barbara“ (2 CD), Erato/ Warner Music Group

Erklärt Frankreich (1)

Lässt sich die französische Küche umfassend darstellen? Die englische Autorin Elizabeth David (1913-1992) spricht von einer lebenslangen Arbeit und Recherche, die einen dann erwartet. Wie man an ihrem erstmals auf deutsch erhältlichen Standardwerk sieht, war das wohl ein Vergnügen, es geht von einer Köstlichkeit zur nächsten. Die Autorin erklärt, was es mit der Landküche auf sich hat, was man von ihr zu erwarten hat (und was nicht) und wie die Regionen ticken und wie sich die französische Küche im Laufe der Zeit verändert; nicht unbedingt zum Guten. Fast melancholisch wird man, wenn man von ihrem Abend in Ammerschwihr bei Gaertner liest, da wäre man gerne mit am Tisch gewesen. Das Buch hat so viel Substanz wie ein guter pot au feu und so viel Raffinesse, wie ein Menü aus einem 3-Sterne-Restaurant. Wer Lust aufs nachkochen hat, findet wunderbare Rezepturen.

Elizabeth David | Die französische Küche | aus dem Englischen von Margot Fischer | Mandelbaum | 540 Seiten | 45 Euro

Erklärt Frankreich (2)

Gerade in den USA oder in Asien behaupten viele, nirgends gäbe es so viel natürliche Schönheit wie in Frankreich.“ Schönheit kann man nicht lernen, aber man kann sich ja französisch anziehen oder à la française essen oder wie ein Franzose Witze über Belgier reißen … Das neue Buch der Freiburger Deutsch-Französin Murielle Rousseau vermittelt einen guten Einblick in das rätselhafte Land im Westen. Wer’s liest versteht mehr und hat auch was zum schmunzeln. Sehr schöne Illustrationen von Isabel Pin.

Murielle Rousseau: Savoir-vivre Leben wie eine Französin | Insel Verlag | 222 Seiten | 14 Euro

Genuss, Glücksmomente, Gastfreundschaft

„Die Gutbürgerliche Küche ist ein wahrer Schatz unserer Gastronomie“, schreibt der dreifache drei-Sterne Koch Alain Ducasse und schwärmt von der „Kochkunst wie es sie früher gab.“ Fast wie in einem Arbeitsheft fehlen unnötige Worte um Geschmorte Ochsenbäckchen, Gebratene Ente mit Oliven oder panierte Kutteln zu erklären. Die 110 Rezept-Namen sind unterstrichen, darunter stehen Anleitung und Weintipp. Die Fotos sind vom Feinsten, mittels Schärfen und Unschärfen sowie den Farben werden die Gerichte super in Szene gesetzt. Da sich in Ducasses Imperium auch ein paar Pariser Bistros (Allard, Benoit, Aux Lyonnais) befinden, weiß er wovon er schreibt. „Bei Benoit trinkt und speist man immer wie ein König“, wird Benoit-Küchenchefin Fabienne Eymard zitiert.

Alain Ducasse | Meine Bistroküche | aus dem Französischen von Beate Huth | Gerstenberg Verlag | 248 Seiten | 28 Euro

Last noch least noch Kultur aus dem Elsass, denn auch die Regionen gehören zu Frankreich.

Neue Volksmusik

Die unter ihrem Vornamen auftretende Isabelle Grussenmeyer ist eine zarte Pflanze des elsässer Liedguts und auch der elsässischen Sprache. Als eine der letzten ihrer Generation spricht sie ihre Heimatsproch selbstverständlich, flüssig und akzentfrei. Die im Zentralelsass lebende Musikerin wurde als Kind von Liedermacher René Egles entdeckt, seitdem ist sie auch Musikerin. Das besondere ist aber, dass sie keine Volksmusik macht, sondern eine Melange aus Pop und Rock, begleitet von ihrem Mann der das Theremin spielt, das in den 60er-Jahren unter anderem durch die Beach Boys („Good Vibrations“) bekannt wurde.

Isabelle „Ich bìn do“ | isabellegrussenmeyer.com | erhältlich über http://www.liederbrunne.com

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