Weinmesse Straßburg 2019

Voulez goûter ? Aus dem Stand eine Weinprobe ... Unkomplizierter geht's ncht

Voulez goûter ? Aus dem Stand eine Weinprobe … Unkomplizierter geht’s nicht

Lost in Degustation

Halleluja! Wie jedes Jahr, wenn auf der deutschen Seite des Rheins der Narr regiert und das Bier in Strömen fließt, heißt es auf der französischen Seite ganz ernsthaft: Wein! Die 26. Weinmesse der unabhängigen französischen Winzer in Straßburg bringt mehr als nur ein Best-of der französischen Weinkultur in die Region. Weiterlesen

100 Jahre Tomi Ungerer*

Blick in eine Glasvitrine mit Spielzeug von Tomi Ungerer und der Künstler, der dem Fuchs predigt

Blick in eine Glasvitrine mit Spielzeug von Tomi Ungerer und der Künstler, der dem Fuchs predigt

* Als ich diese Zeilen im Januar 2019 schrieb, dachte ich, dass Tomi Ungerer (1931-2019) so unsterblich ist wie das Elsass, und habe den Text auf den 28. November 2031 terminiert. Gestern ist Tomi Ungerer in Irland verstorben … Ein paar Zeilen zu diesem unglaublichen guten Zeichner und Schreiber, der so so viel Freude bereitet hat und so viel Schrecken verbreitet. Ohne ihn ist die Welt ärmer, aber vorallem verliert das Elsass (s)einen Fürsprecher.

Zu Tomi Ungerers 75. Geburtstag (2006) war ich so unverfroren und habe im Regio Magazin Robert Gernharts Gedicht „Deutung eines allegorischen Gemäldes“ um eine Strophe erweitert. Nach dem Weinreinbringer als Trostspender, lasse ich eine weitere Person auftreten. Als ungebetenen Gast bringe ich den „Spiegelvorhalter“ Tomi Ungerer ins Spiel. Die hohe Zeit des ätzenden Strichs war für den Elässer zwar damals schon vorbei, aber seine Bilder waren immer noch so präsent, wie ein Tattoo, auch wenn es vor langer Zeit gestochen wurde. Tomi Ungerer war nicht nur Oncle Tomi, sondern immer noch das enfant terrible, der Bürgerschreck, für einige bestimmt auch Lüstling, Wüstling und Nestbeschmutzer. Jetzt werden ihn alle vermissen.

Der sechste kommt / mit Farben am Rock / und tintenschwarzen Fingern / das wird der Spiegelvorhalter sein.

Indoor: Musée des Beaux-Arts

Alte Meister in einem grünen Raum (Museum der Schnen Künste)

Alte Meister in einem grünen Raum (Museum der Schönen Künste)

Farbe fürs Gemüt oder Kunst geht immer

Der sechste Januar 2019 sollte als einer der dunkelsten und trübsten Tage in die Geschichte Straßburgs und der Ortenau eingehen. Das Grau war allgegenwärtig und der Tag wollte gar nicht in die Gänge kommen. Schon um 11 Uhr wusste man, es wird bald wieder dunkel. Der trübe Tag versprach nichts, vielleicht sogar nicht Gutes, außer man nimmt sich etwas vor.

Da es sich beim sechsten Januar noch um einen Sonntag handelte, gab es überhaupt keinen Grund vor die Tür zu gehen. Wir sind trotzdem raus und sind ins Musée des Beaux-Arts (Museum der Schönen Künste) gestiefelt, das stilvoll im barocken Rohan Palais untergebracht ist. Dieser Palast dominiert das Bild. Was für ein Trumm, denkt man, wenn man gegenüber am Quai des Bateliers (Fischerstaden) rüber schaut. Weiterlesen