11. November 2018

Irgendwo muss die Grenze sein

Irgendwo muss die Grenze sein

Die Zeit heilt alle Wunden

Von dieser Stelle auf dem Turm des Eckkopf (516 m) im Nirgendwo des Pfälzerwalds sind es fast 100 Kilometer Luftlinie bis nach Straßburg. Dazwischen liegt eine Grenze. Die deutsch-französische Grenze wurde im 19. Jahrhundert ein paar Mal verschoben und wanderte vom Flüsschen Queich nach Süden zur Lauter und verschwand nach 1871 für fast 50 Jahre. Das geschah willkürlich am Kartentisch und in Konferenzen. Die Bewohner hat niemand gefragt. Weiterlesen

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Souvenir, Souvenir: Brocante

Auf dem Plattenteller: „Idiote je t'aime“ von Charles Aznavour

Auf dem Plattenteller: „Idiote je t’aime“ von Charles Aznavour

In der Zeitmaschine

Hier eine Jagdtrophäe, dort ein Kochbuch aus den 20er-Jahren, da drüben ein sauber poliertes Porzellangefäß mit der Aufschrift „Schnaps“ und da, angelehnt an den Baum, altes Emaille von „Schutzenberger“. Ein Gang über den Straßburger Antiquitätenmarkt (Flohmarkt wäre untertrieben) am vergangenem Samstag ist wie ein Reise in einer Zeitmaschine, die aber nicht richtig tickt und alle und alles durcheinander gewürfelt hat. Weiterlesen

Vorfreude: Suppenfestival (28. + 29. September)

Auch ein Bewohner vom 'Planet Suppe" ... Sébastian Buecher, Chefkoch der Auberge Frankenbourg (Foto ZVG)

Auch ein Bewohner vom „Planet Suppe“ … Sébastian Buecher, Chefkoch der Auberge Frankenbourg (Foto ZVG)

Planet Suppe

Was tun an einem schönen Samstag oder Sonntag? Man geht dahin, wo nette Leute sind und gutes Essen aufgetischt wird. Dass Suppenfestival hat all das und noch ein paar Schmankerl mehr. Wie immer gibt es viel zu entdecken und zu schmecken am kommenden Wochenende.

Bekanntlich liebt alle Welt Suppen, aber überall auf der Welt köcheln andere auf dem Feuer. Das hängt mit Lebensmitteln, Klima, Traditionen und Vorlieben zusammen. Was schmeckt oder was nicht, hat viel mit der Kindheit zu tun. Sébastian Buecher* von der Auberge Frankenbourg verbindet mit den Thema Suppe die Kürbissuppe seiner Kindheit, die von seiner Mutti gekocht wurde. „Die beste Suppe der Welt.“ Buecher wird am kommenden Wochenende zum vierten Mal beim 7. Suppenfestival in Sainte-Croix au Mines (Zentral-Elsass) teilnehmen.

Wie in den vergangenen Jahren auch findet das Festival im Garten der Villa Burrus statt, wo es genug Platz hat für Gartenkunst, Land Art, Bauernmarkt, Bal Folk und eine kulinarische Weltreise um den Planet Suppe. Dieses mal sind am köcheln: spanische, indische, deutsche Suppen, zweierlei Steinpilzsuppen, Bergarbeiter- und Bergkräuter-Suppe, Knoblauch- und Brennnessel-Suppe etc. etc. Neu ist das Jahr die eigens dafür gemachte Regionalwährung Potissou. Sébastian Buecher und die anderen Koryphäen (Daniel Zenner, Eric Girardin) machen’s aber gratis für das Festival und den Verein, der die (kulinarische) Vielfalt des Tals feiert und den Park belebt.

  1. Festival de la Soupe au Jardin | Samstag 29. September 13-20 Uhr, Sonntag 30. September 11 – 17 Uhr | Villa Burrus, Sainte-Croix-aux-Mines | http://www.un-jardin-passionnement.org

* Sébastian Buecher ist 42 Jahre alt und wurde von der FAZ als „eines der größten Nachwuchstalente der elsässischen Küche“ gefeiert. Buecher wird ein Gazpacho von der schwarzen Krim-Tomate mit Serrano-Schinken kochen. Über die Suppe allgemein sagt der Elsässer, dass es kein magisches Rezept für eine gute Suppe gibt, sondern nur sehr gute Produkte, Zeit und die Leidenschaft dafür. Das Restaurant Frankenbourg liegt am Eingang des Val d’Argent in La Vancelle.

http://www.frankenbourg.com/de/

Rebonjour* Kahler Wasen

Hier geht es runter in Richtung Linthal

Blick nach Westen: Hier geht es runter in Richtung Linthal

So oder so rum?

„Mit seinen 1,93 Metern ist Cal ein sanfter Riese.“ Diesen schlichten, aber guten Satz habe ich bei Samin Nosrats „Salz Fett Säure Hitze“ entdeckt. Als ich ihn las musste ich sofort an den Petit Ballon (Kahler Wasen) denken. „Mit seinen 1.272 Metern ist der Petit Ballon ein sanfter Riese.“

Außer ein paar steilen Abschnitten hat der Berg  für Wanderer nichts schwieriges an sich. Natürlich hat er auch seine Abgründe … Aber wer hat das nicht? Auf dem Weg bleiben, dann wird alles gut. Weiterlesen

Pilze 2018

In Sachen Pilz ein Glückspilz ...

Der Glückspilz, der geradewegs in die Pilze geht (aber nach rinks und lechts sollte man schon schauen …)

 

 

 

Und es gibt sie doch

Jedes Metier hat seinen Papst und Gegenpapst. Beim Thema Pilze sind sich aber dieses Jahr alle einig. Zu trocken, vergiss es, nicht einmal in den Alpen hat es welche, nächstes Jahr wieder, so lautet das einhellige Statement zur Lage der Pilznation. Da ist nirgendwo was zu holen und darum atmete der Schreiber dieser Zeilen auf, denn somit können Wanderungen Wanderungen sein, ohne den ein oder anderen Abstecher und Schlenker in die Kräuter oder unter Buchen Aber auch dieses Jahr hat so seine Überraschungen und zwar wurden in den Hochvogesen (wo genau wird dieses Mal nicht verraten) ein schönes Körbchen Steinpilze gepflückt. Ein Jogger aus dem Elsass japste by the way ein „hab‘ auch schon Steinpilze gefunden“. Wie jeder weiß und mancher bemängelt: Die Vogesen sind nicht die Alpen, sie sind nicht so hoch, aber sie stecken voller Überraschungen.

Tableau „Ancel“

Wie sagte es doch der Autobauer „Sie können jede Farbe haben, solange es schwarz ist.“ Hier ist es die Farbe Rosa die dominiert. Aber, es kommt ja auf den Inhalt an und wenn man genau hinschaut, ist da ja eine Menge los. Wieder jeder weiß, backen sich solche Kuchen von alleine. Die Firma Ancel füllt in einigen französischen Supermärkten die Regale und geht auf eine elsässische Familie (wahrscheinlich aus dem Münstertal) zurück, die sich 1919 in einen französischen und einen deutschen Teil gesplittet hat. Pretty in Pink!

Wie sagte es doch der Autobauer „Sie können jede Farbe haben, solange es schwarz ist.“ Hier ist es die Farbe Rosa. Aber, es kommt ja auf den Inhalt an und wenn man genau hinschaut, ist da ja eine Menge los. Die Marke Ancel füllt in einigen französischen Supermärkten die Regale und geht auf eine elsässische Familie (wahrscheinlich aus dem Münstertal) zurück, die sich 1919 in einen französischen und einen deutschen Teil gesplittet hat. Pretty in Pink!

Gesucht: Sommerfrische

Hier stimmt alles. Gutes Bier, schöne Aussicht und ein frischer Wind

Hier stimmt alles. Gutes Bier, schöne Aussicht und ein frischer Wind

Kleine Runde, großes Bier, alles gut!

Jetzt wandern? Bei diesen Temperaturen muss man vorsichtig sein, am besten streift man durch die Wälder oder dreht ziemlich weit oben eine Runde, aber auch nur eine kleine. Der Petit Ballon (1272 m) in den Hochvogesen ist ein Hotspot für die Sommerfrische. Ein kleiner Spaziergang und hopp ein kühles Pils … So lässt es sich leben. Haben die Elsässer die Sommerfrische erfunden?

Wikipedia schreibt, dass der Begriff „Sommerfrische“ aus dem Wörterbuch der Brüder Grimm stammt und den „Erholungsaufenthalt der Städter auf dem Lande zur Sommerzeit“ oder „Landlust der Städter im Sommer“ definiert. Je nach dem wohin es den „Städter“ verschlägt, ist es tatsächlich auch ein bisschen frischer, so zum Beispiel am Meer oder in den Bergen. Natürlich auch in den Vogesen. (Mit ein Grund mal wieder auf der Route des Crêtes zu pesen.) Weiterlesen