Gelesen: Über den Tellerrand hinaus

Siebecks letzter Gang

Der in Mahlberg im Ortenaukreis wohnhafte Wolfram Siebeck (1928-2016) war unermüdlich, bis zuletzt war er rührig. „Über den Tellerrand hinaus“ ist eine Sammlung von kurzen Texten, die hier erstmals zu lesen sind. Siebeck schreibt über In-Themen wie Bio, Trink-Gläser und Grillen genauso wie über Mehlschwitze, Tafelmusik oder die antiquierte Damenkarte. Weiterlesen

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Gelesen: Hunkeler und der Fall Livius

Der Haken an der Geschichte

Der sechste Fall von Kommissär Hunkeler gibt es jetzt auch auf französisch. Der Roman spielt im Elsass, ein weiterer Grund diesen Krimi vorzustellen, auch wenn er schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat.

Der Schweizer Schriftsteller und Dramatiker Hansjörg Schneider (Jahrgang 1938) hat mit Peter Hunkeler eine sperrige und rastlose Figur erfunden. Hunkeler ist Kommissär des Kriminalkommissariats Basel und eigentlich vom Dienst freigestellt, „weil meine Arbeitsmethoden nicht mehr tolerierbar waren“, wie der Kommissär launig bekennt. Aber, man braucht ihn, weil in den Schrebergärten ein Toter hängt. Am Fleischerhaken. Das ist die Ausgangslage in dem 2009 verfilmten „Hunkeler und der Fall Livius“. Weiterlesen

Gelesen: Deutschland á la française

Zum besseren Verständnis: Frankreich und Deutschland

Die aus Straßburg gebürtige Journalistin Pascale Hugues („Marthe & Mathilde“) lebt und arbeitet schon seit 1989 in Berlin und schreibt unter anderem für den Tagesspiegel (Mon Berlin) und Le Point. Als Französin und Elsässerin ist sie prädestiniert für einen Blick von Außen auf Deutschland und als „Exil-Französin“ auf Frankreich. Das ist ihr Kapital für ihr neues Buch „Deutschland á la française“. Weiterlesen

Listenreiche Literatur

Gelesen: Shaun Usher „Lists of Note“

Mitte Januar ist der Zeitpunkt, an dem statistisch gesehen, die guten Vorsätze fürs neue Jahr den Bach runtergehen. All die Mühe, die man für die in Listen zusammengefassten guten Vorsätze aufgebracht hat, war vergebens. Dass Listen aber noch für etwas anderes taugen, zeigt „Lists of Note“ von Shaun Usher. Weiterlesen

Auf ein Flaschenbier am Originalschauplatz?

Gewohnt gut: Wolfgang Abel im Markgräflerland

Links aslkfdj, rechts aslfdj. Foto: Oase Verlag

Auf dem Wiiwegle und Wiivegli und darüber hinaus.  Foto:  Oase Verlag

Für die zweite Auflage seines „Markgräflerland“ hat der Südbaden-Insider Wolfgang Abel noch mal gründlich umgedacht und umgestellt. Statt dem Weinweg (Wiiwegle bzw. Wiivegli) und der Weinstraße zu folgen, fokussiert er jetzt einzelne Orte und damit verbundene Themen. Das Eggener Tal nimmt er zum Anlass über Wandel im Obstbau zu schreiben, bei Müllheim („Zypressen, Kreisel, Lidl“) geht es darum, wie ein Ort seine Mitte verliert. Weiterlesen

Neue Heimat Straßburg

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Die in Straßburg lebende Barbara Honigmann stammt ursprünglich aus Ostberlin, von wo sie 1984 mit Mann und Kindern emigrierte. In Strasbourg suchten und fanden die Honigmanns jüdisches Leben. Die Familie landet in der Rue Edel, wo Straßburgs erster Sozialbau (Cité Spach) installierte wurde. In dieser Straße lebt nicht das feine Straßburg, sondern „das andere Frankreich“, das mit Pantoffeln über den Gehweg schlurft. Viele Familien landeten in dieser „Straße des Anfangs“ und zogen bald weiter, ins bessere Viertel. Die Honigmanns nicht, das ist der Stoff von „Chronik meiner Straße“.

Abb. Verlag

Abb. Verlag

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All die guten Kräuter

In Sachen Essen sind die USA ein kaputtes Land, es verwundert also nicht, wenn eine Koryphäe wie Alice Waters (Jahrgang 1944) zum Superstar wird. Slow Food-Gründer Carlo Petrini attestiert ihr eine „unablässig fröhliche Neugier“, die sich auch im Buch The Art Of Simple Food wiederfindet, das 2013 erstmals auf Englisch erschien und als ihr Standartwerk gilt. Weiterlesen