Elsassblick: Vogt auf Mühlstein

Voilà, hier ist sie: Die berühmte blaue Linie der Vogesen, die man am besten von einer Stelle anschaut, die sehr weit weg ist. In diesem Fall liegt der Aussicht etwas oberhalb der Bergwirtschaft Vogt auf Mühlstein (548 Meter) in Zell-am-Harmersbach. Die Beitz hat gute Kuchen, eine exzellente Kartoffelsuppe und eine urige (hier ist das Wort angebracht) Stube. Vom Kitsch soll man sich nicht schrecken lassen. Wie immer gilt: das beste Essen schmeckt noch besser nach einer Wanderung.

Voilà, hier ist sie: Die berühmte blaue Linie der Vogesen, so gesehen vom Schwarzwald.

Die blaue Linie bezeichnet die Grenze zwischen Lothringen und dem Elsass. In diesem Fall liegt der Aussicht etwas oberhalb der Bergwirtschaft Vogt auf Mühlstein (548 Meter) in Zell-am-Harmersbach. Die vom Dichter Hansjakob (1837-1916) verewigte Schwarzwald Beitz hat gute Kuchen, eine exzellente Kartoffelsuppe und eine urige (hier ist das Wort angebracht) Stube. Vom Kitsch soll man sich nicht schrecken lassen. Wie immer gilt: Das beste Essen schmeckt noch besser nach gemachter Wanderung.

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Rebonjour* Kahler Wasen

Hier geht es runter in Richtung Linthal

Blick nach Westen: Hier geht es runter in Richtung Linthal

So oder so rum?

„Mit seinen 1,93 Metern ist Cal ein sanfter Riese.“ Diesen schlichten, aber guten Satz habe ich bei Samin Nosrats „Salz Fett Säure Hitze“ entdeckt. Als ich ihn las musste ich sofort an den Petit Ballon (Kahler Wasen) denken. „Mit seinen 1.272 Metern ist der Petit Ballon ein sanfter Riese.“

Außer ein paar steilen Abschnitten hat der Berg  für Wanderer nichts schwieriges an sich. Natürlich hat er auch seine Abgründe … Aber wer hat das nicht? Auf dem Weg bleiben, dann wird alles gut. Weiterlesen

Pilze 2018

In Sachen Pilz ein Glückspilz ...

Der Glückspilz, der geradewegs in die Pilze geht (aber nach rinks und lechts sollte man schon schauen …)

 

 

 

Und es gibt sie doch

Jedes Metier hat seinen Papst und Gegenpapst. Beim Thema Pilze sind sich aber dieses Jahr alle einig. Zu trocken, vergiss es, nicht einmal in den Alpen hat es welche, nächstes Jahr wieder, so lautet das einhellige Statement zur Lage der Pilznation. Da ist nirgendwo was zu holen und darum atmete der Schreiber dieser Zeilen auf, denn somit können Wanderungen Wanderungen sein, ohne den ein oder anderen Abstecher und Schlenker in die Kräuter oder unter Buchen Aber auch dieses Jahr hat so seine Überraschungen und zwar wurden in den Hochvogesen (wo genau wird dieses Mal nicht verraten) ein schönes Körbchen Steinpilze gepflückt. Ein Jogger aus dem Elsass japste by the way ein „hab‘ auch schon Steinpilze gefunden“. Wie jeder weiß und mancher bemängelt: Die Vogesen sind nicht die Alpen, sie sind nicht so hoch, aber sie stecken voller Überraschungen.

Elsassblick: Mondhalde (Kaiserstuhl)

Fühlt sich an wie die Mitte der Welt

Fühlt sich an wie die Mitte der Welt

Die blaue Linie der Vogesen*, hier ist sie! Dieser Wanderer auf dem Katharinenpfad im Kaiserstuhl schaut von der Mondhalde (354 m) oberhalb von Oberrotweil nach Westen. Goethe könnten wir jetzt prima zitieren: „Warum in die Ferne schweifen … „ Aber, so fern sind die Vogesen doch gar nicht. Da geht dann die nächste Wanderung hin. Und was nicht zu sehen ist, sind die vielen Maikäfer in den Bäumen, die es zurzeit gibt.

*ligne bleue des Vosges

Auf Schneeschuhen in den Hochvogesen

Talblick vis-à-vis dem Refuge Trois Fours, es kündigt sich ein Wetterwechsel an

„Da schau, ein Yeti!“ Talblick vis-à-vis dem Refuge Trois Fours, es kündigt sich ein Wetterwechsel an (Fotos Pascal Cames)

Merci Yannick!

Verlänger den Winter! Wo? In den Hochvogesen liegt noch jede Menge Schnee für Langläufer und Schneeschuhwanderer. Und: eine gute Suppe und ein kühles Bier hat es dort oben auch. Allez hop!

Irgendwo zwischen den Tälern der Hochvogesen muss eine Wolkenmaschine sein, denke ich, die unablässig neue, große Wolken in den Himmel entlässt, die dann ostwärts ziehen. Der Himmel ist so blau, wie auf einer Postkarte. Auch die Uhr hat es statisches, sie zeigt schon seit einer Stunde die gleiche Uhrzeit. Es ist zehn vor Acht. Spielt hier oben nahe dem Col de la Schlucht auf dem Fleck Trois Fours die Zeit überhaupt eine Rolle? Hier geht alles langsamer, das mit Süd-Island zu vergleichende Klima sorgt schon dafür, dass Entwicklung wie in Zeitlupe stattfindet. Sogar die Gemsen hauen ab wenn es brutal kalt wird und wenn mal was artfremdes wie eine Tanne hier oben Wurzeln schlagen will, dann hat sie „kein gutes Leben“ wie unser Bergführer sagen wird. Nur Flechten, Moose und Buchen geht’s gut. Weiterlesen

Ein Berg Pilze oder Bergpilze?

Jetzt nicht das falsche denken, das ist ein Pilz

Jetzt nicht das falsche denken, das ist ein Pilz

Die Pilzsituation 2017 ist verzwickt, da es im Badischen wirklich viele Pilze gibt, sind auch viele Pilzsucher unterwegs, was bedeutet, dass der eine vielleicht mit einem Berg Pilze (die Zahl von sieben Kilo Steinpilze ist verbürgt) aus dem Wald taumelt und der andere mit zwei Pfifferlingen im Korb gramgebückt den Heimweg antritt. Das Elsass? Die Situation ist ähnlich, viele Pilze und noch mehr Pilzsucher … Ein interessanter Nebenschauplatz für Pilzsucher sind die Hochvogesen im Südelsass, dort sprießen auf den Almen (frz. Chaumes) Parasole, wie dieser auf dem Foto. Der noch nicht aufgeschirmte Pilz wurde etwas oberhalb der Ferme Auberge Molkenrain beim Hartmannsweiler Kopf/ Hartmannswillerkopf (957 m) geerntet. Dieser und ein paar andere verschwanden in einer delikaten Suppe.

Entdecken: Sonnenberg

Zum greifen nah, Gutwetterwolken

Zum greifen nah, Gutwetterwolken

Sonniges Plätzchen

Hier könnte man jederzeit ein Werbefilmchen für das Elsass drehen, so harmonisch und glücklich erscheint der Sonnenberg, der über der Rheinebene thront. Dieser Fleck Erde ist ein guter Ort um die Welt zu Fuß zu erkunden.

Nomen est omen. Der Sonnenberg bei Marlenheim heißt nicht grundlos so. Weiterlesen