Unterlinden (Colmar)

Sauber, hier wird geschafft. Restauratoren bei der Arbeit (Foto: Pascal Cames)

Wischen & kratzen

Was passiert, wenn Kunst restauriert werden muss? Sie verschwindet aus den Museen und statt eines Bildes hängt nur ein Zettel oder bestenfalls un ersatz an der Wand. Sind die Kunstwerke mehr als nur Kunstwerke, dann ist der Verlust wirklich bedauerlich. Müsste man ins Unterlinden Museum wenn der Isenheimer Altar nicht gezeigt wird? Weiterlesen

Am Elsässer Nordpol

Heißer Typ, kalter Ort. James Gruntz auf dem Grand Ballon. Foto: Gregor Brändli

Lonely at the top. James Gruntz auf dem Grand Ballon. Foto: Gregor Brändli

Was hat der Schweizer Popsänger James Gruntz auf dieser “Heimat”-Seite zu suchen? Gibt es etwas, wie bei Barak Obama auch, elsässische Wurzeln? Bei seiner Musik wird man gar nichts vom Elsass finden und französische Einflüsse à la Chanson ebenso wenig. (Eine Nähe zu Phoenix aus Versailles ist gegeben, aber die sind ja auch „hot“ und international unterwegs.) James Gruntz ist weitläufig mit dem Jazzer George (französisch Schorsch ausgesprochen) Gruntz verwandt, und der hatte einen Elsässer als Großvater. Auf dem Cover der aktuellen James Gruntz „Belvedere“ steht ein seltsames Bauwerk. Es ist die Radarstation auf dem Grand Ballon, auch bekannt als Elsässer Belchen, in den Vogesen. Es war kalt, zugig und dunstig, erinnert sich der aktuelle RFV Pop-Peisträger an die Fotosession auf dem 1424 Meter hohen Berg, auch gefürchtet als der kälteste Ort des Elsass. James Gruntz spielt übrigens am 10. Januar in der Basler Kuppel, für diesen Abend dann der heißeste Ort Basels.

www.jamesgruntz.com

 

Schöne Aussichten?

Bellevue (Sundgau)

Sie haben es schwarz auf weiß: Bellevue (Sundgau)

Was wäre, wenn der Bundestag in Berlin entscheiden würde, dass sich Bayern und Baden-Württemberg zu einem Bundesland vereinen und die Hauptstadt wäre München? Weiterlesen

Christophe Hohler (2)

Im letzten Beitrag über Christophe Hohler wurde gefragt, mit welcher Musik man zu seinen Bildern meditieren kann. Ob es nun wirklich etwas von Led Zeppelin sein muss, sei jetzt mal dahin gestellt. Es geht auch tatsächlich leiser ganz gut, wie vergangenen Freitagabend zu hören war, als drei Perkussionisten vom Symphonieorchester Basel eine ganz eigen(artig)e Klangwelt erzeugten. So getrommelt, geklöppelt, geschlagen, gerasselt wurde Musik zur Kunst, was man bei Schlaginstrumenten nicht unbedingt vermutet. Wie fühlte es sich an? Es war wie eine Reise ins Staunen. Neu. Exotisch. Vertraut. Gewaltig. Jedes Stück hatte seinen ganz eigenen Charakter, mal egozentrische Show, dann subtiler Dialog, Einladung zu einer Art Freejazz, mit Christophe Hohler am Klavier. Dieses Wochenende geht das musikalische Abenteuer mit einem Klavier-Geige-Duo weiter. Man kann gespannt sein, wie Hohlers Bilder (und eiserne Äpfel) mit Klassik wirken. Eigentlich steht ja nichts alleine und für sich, sondern alles ist in Kontakt und im Dialog.

Pommes de Fer

Wenig Vitamine, viel Eisen: Pommes au Fer von Christophe Hohler