Wein-Tipps für 2018

Hachette etc sind gute, praktische Hinweise für Weinliebhaber, aber nichts geht über Deguastion und Gespräch mit einem guten Sommelier (Foto: Pascal Cames)

Hachette, petit futé etc sind gute, praktische Hinweise für Weinliebhaber, aber nichts geht über eine Degustation und ein Gespräch mit einem der sich auskennt  (Foto: Pascal Cames)

2018 hat gerade begonnen und alles ist offen. Was wird das neue Jahr bringen? Man weiß es nicht, sicher ist nur, es wird viele Gelegenheiten geben für ein Glas Wein. Wir haben den Straßburger Weinhändler Benoit Hecker (37) von der Oenosphère in der Krutenau um ein paar Tipps gebeten. Voilà, der Mann bekennt Farbe und hat auch noch einen besonderen Tipp.

Benoit Hecker (Foto: privat)

Benoit Hecker (Foto: privat)

Weiß: „Le 8e Elément“ von Stéphane Wantz aus Mittelbergheim. Die Assemblage (Cuvée) aus Muscat, Riesling und Grauburgunder ist trocken und fruchtig und sehr beliebt, wenn es darum geht Wein mit Fisch-Vorspeisen, Quiche oder auch Käse zu vermählen.

Rot: Crozes-Hermitage „Les Croix“ – David Reynaud. Diesen Wein vergöttere ich geradezu, es handelt sich um einen superben Syrah alte Rebe aus dem Gebiet Nord Rhône mit einem würzigen Charakter und feinsinnig im Mund.

Rosé: „Saint Chinian Rosé“ vom Château Coujan ist ein Bio-Weingut in einem Naturschutzgebiet mit um die 50 in Freiheit lebenden Pfauen. Der Rosé ist sehr ausgeglichen und erfrischend.

Coup de coeur: „Chenas“ von Romuald Valot, ein Winzer alter Schule, der „vins naturels“ im Herzen des Beaujolais vinifiziert. Die Weine sind voll und fleischig, aber auch sehr geschmeidig.

Oenosphère | 33, Rue de Zurich | Straßburg | Tel. 0033388361087 | http://www.oenosphere.com

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Postkarte aus der Krutenau

Paint it black / wir wissen, schwarz sehen bringt nichts, black is beautiful / und klar, alles hat zwei Seiten, both sides now / am Ende, oder war es am Anfang, war klar: Fly high! / es war dieser eine Song

Norwegian Wood: Paint it black / wir wissen, schwarz sehen bringt nichts, black is beautiful / und ja, alles hat zwei Seiten, both sides now / am Ende, oder war es am Anfang?, war klar: Fly high! / es war dieser eine Song to remember (Fotografiert in der Krutenau, Straßburg, Künstler unbekannt)

Wo spielt die Musik Monsieur le Maire?

Martin Elble (Foto: privat)

Smile: Martin Elble (Foto: privat)

Als DJ, Partymacher* und Clubgänger ist Martin Elble im Elsass, Straßburg und anderswo immer auf Achse, kein Wunder, dass ihn alle kennen. Von seinem Straßburger Kumpel Jarvis wird Martin Elble nicht ohne Grund zum „Bürgermeister von Straßburg“ geadelt. Für Homme de Fer hat der Connaisseur des Straßburger Nachtlebens diesen Fragebogen ausgefüllt. Weiterlesen

Ausprobiert: Le Tarbouche (Straßburg)

Im Vorderen Orient

Immer was los hier. Fotografiert an einem Samstag im Juni

Immer was los hier. Fotografiert an einem Samstag im Juni

Im Straßburger Quartier Krutenau lebt ein buntes Völkchen aus alteingesessenen Straßburgern, Studenten, Hipstern und Einwanderern aus aller Welt. Alle haben Hunger und Durst. Hier gibt es elsässische Gastronomie genauso wie brasilianische, koreanische und natürlich arabische Küche, wie das beliebte Restaurant Le Tarbouche, dass (Tipp, mal in den Keller gehen …) auch in Beirut sein könnte. Meistens ist es voll. Weiterlesen

In die Kräuter! (Krüt’Herbes)

Krut-Herbes_02

Das Straßburger Viertel Krutenau ist eine bunte Mischung Leben. Man findet Geschäfte, wo es von der Duschbrause bis zur Fahrradklingel alles gibt, Fahrrad-Boutiquen, Beitzen mit dem besten Bier des Elsass, Restaurants mit libanesischer und palästinensischer Küche und Bio-Restaurants, wo auch der Veganer ernst genommen wird. Ein solches ist das Krüt’Herbes in der Rue de Zürich, das von Cécile Lenormand geführt wird. Das Restaurant spielt mit dem doppelten Kraut im Namen auf das Viertel an und auf die Ausrichtung des Restaurants: Kräuter aus dem eigenen Garten. Hier gibt es eben erst geerntete Salate (grün, Karotten, Sellerie) sowie Suppen, Pizza, belegte Brote (Tartine) und Desserts. (Preise zwischen 5 und 15 Euro.) Für einen Bauarbeiter mag das Tagesessen vielleicht ein bisschen  mickrig ausfallen, aber hier geht es nicht um Quantität. (Für eine Völlerei ist das definitiv die falsche Adresse!) Was auf den Teller kommt ist frisch, aromatisch und raffiniert gewürzt. Was nicht verwundert, denn Gemüse, Kräuter und Käse stammen von der Ferme Truttenhausen (oberhalb von Heiligenstein) und das Fleisch von der Ferme Trois Chène (Moselle), deren Produkte (Käse!) man auch auf dem Erzeugermarkt beim Rohan-Schloss findet. Krüt’Herbes ist nicht nur Restaurant, sondern auch Epicerie mit Bärlauch im Glas, bretonischen Fisch in der Dose, Speck etc. Auch vin nature aus dem Elsass und Südfrankreich sowie Bier (Uberach) stehen im Regal. Alles Bio oder Demeter. Und: Jeden Dienstagabend von 18 bis 19.30 Uhr kommt der Bauer aus Truttenhausen in „la petite boutique bio“ und bringt seinen Abonnenten Gemüse der Saison. Das ganze nennt sich AMAP. Wer dazu noch Wein und Häppchen bucht, kriegt fürs Geld einen AMAPERO. Auch das Alternative Straßburg weiß, wie man den Alltag austrickst. Freundlicher Service.

krutherbes.free.fr

Krüt’Herbes 68, rue de Zürich, Tel. 03.88.38.87.60, Straßburg