Die Zeichen stehen auf Wandern

Die Frage heißt nicht "wie geht's?" sondern "wohin geht's? (Foto: Pascal Cames)

Alles so schön bunt hier. Wanderzeichen in Zeiten des DIY  (Foto: Pascal Cames)

Wenn man etwas mit Liebe macht und/ oder der Markt sich dafür interessiert, dann wird manchmal Kunst daraus, wie zum Beispiel Frisörschilder und Werbeplakate in Westafrika. Wanderschilder die aus der finanziellen Not heraus entstanden sind und dem DIY frönen, sollten auch als Kunst gelten, dachte ich mir bei der Durchsicht meines Archivs, als ich Fotos für eine Wanderung auf den Donon suchte. Dieses Schild zeigt wohin es geht, aber nicht, wie lange man dafür braucht oder wie weit Wisches oder Wackenbach entfernt sind. Etwas Licht ins Wanderdunkel bringt mein erstes Wanderbuch „Wanderkino Elsass“ das von Süd nach Nord durchs Elsass und die Vogesen streift, immer nach der Suche nach dem ganz großen Kino fürs Auge. Es erscheint Mitte Juni im Rombach Verlag (14,90 Euro).

http://www.rombach-verlag.de/buecher/vorschau/rombach/buch/details/wanderkino-elsass.html

 

 

 

 

 

 

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Postkarte aus der Krutenau

Paint it black / wir wissen, schwarz sehen bringt nichts, black is beautiful / und klar, alles hat zwei Seiten, both sides now / am Ende, oder war es am Anfang, war klar: Fly high! / es war dieser eine Song

Norwegian Wood: Paint it black / wir wissen, schwarz sehen bringt nichts, black is beautiful / und ja, alles hat zwei Seiten, both sides now / am Ende, oder war es am Anfang?, war klar: Fly high! / es war dieser eine Song to remember (Fotografiert in der Krutenau, Straßburg, Künstler unbekannt)

„Marco Polo Elsass“ 2.0

Abb. Verlag

Abb. Verlag

In eigener Sache: 2013 erschien mein Reiseführer „Marco Polo Elsass“, seit circa eine Woche ist die Aktualisierung auf dem Markt. Bei Reiseführern ist es ja immer so eine Sache, kaum draußen, werden sie schneller alt, als einem lieb ist, Geschäfte und Museen schließen, Neues tut sich auf und irgendwo erfinden sie das Rad neu, wie zum Beispiel in der Nobel-Brasserie Les Haras in Straßburg. Und bestimmt wurde etwas „echt Wichtiges“ übersehen.* Warum steht das alles nicht drin? Jetzt steht es drin, so gut es eben geht auf 140 Seiten**, und das Spiel beginnt von neuem. Das Elsass, eine Success Story in Sachen Miteinander und Tourismus, ein langer Marsch durch die Geschichte, Volkslied und „folligsong“ (R. Siffer), eine Ballade, ein Land voller Klischees, mit Käse überbacken und Kitsch überzogen, verfressen, dem Wein zugetan, dem Gerstensaft auch, immer für eine Überraschung gut, das Gegenteil von verkehrt und natürlich choucroute, choucroute, choucroute. Ja, natürlich auch mit Fisch! Frankreichs Musterknabe in seiner allemanischen Version ist und bleibt widersprüchlich und unvollendet. Der findige Leser kommt klar.

Amazon lässt ins PDF schauen: https://www.amazon.de/MARCO-POLO-Reisef%C3%BChrer-Elsass-Insider-Tipps/dp/3829727488/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1467962696&sr=8-3&keywords=elsass+%2B+pascal+cames#reader_3829727488

Marco Polo Elsass | 140 Seiten | MAIRDUMONT | 12,99 Euro

*Auch mein Blickwinkel ändert sich mit der Zeit

** Inklusive kostenloser Touren-App & Update-Service

ALSA (CE)

ALSA? Den Rest kann man sich denken …

 

Ruhig Blut

Rare Delikatesse: Das auch als Onglet bekannte Kronfleisch ist das Steak 2.0

Das Kronfleisch am Stück

Das Kronfleisch am Stück

Früher, als noch jede Metzgerei selber schlachtete haben es die Metzger am liebsten selbst gegessen. Heute wird das meiste nach Frankreich verkauft. Der Onglet ist eine rare Delikatesse. Wer gerne Steak ist, sollte es mal probiert haben. Ein paar Dinge gilt es zu beachten, dann schmeckt’s formidabel. Weiterlesen

Dick, dicker, sehr dick

Ausstellung: Botero in Erstein

"Muss ich haben!" Kunstgenuss in Zeiten des Smartphones

„Muss ich haben!“ Kunstgenuss in Zeiten des Smartphones

„Die Leute müssen die Bilder sehen. … Vor den Werken zu stehen ist eine radikal andere Erfahrung.“ (Julian Schnabel, FAS 25.10.2015). Natürlich, möchte man laut ausrufen, der Künstler mit dem Superego hat ja definitiv recht und darum gehen die Leute auch ins Museum, damit sie Farben und Struktur, Perfektion und Schludrigkeit, aus der Nähe anschauen können. Und sich ein (nicht digitales) Bild vom Werk machen! Eine schöne Gelegenheit für den unmittelbaren Kunstgenuss bietet Fernando Botero im Museum Würth in Erstein. Weiterlesen

Place de l’Homme de Fer (03.01.2015)

Homme-de-Fer_02__03-01-2016_kLichtblicke: Straßburg zwischen den Jahren am Tram-Knotenpunkt Homme de Fer. Der Blog Homme de Fer wird von ATOUT FRANCE mit vier weiteren Blogs als Insidertipp empfohlen. http://de.france.fr/de/info/insider-tipps-von-frankreichbloggern

Gelesen: Das Dandy-Kochbuch

Herrschaftszeiten, wenn Männer kochen … 

„Der Dandy strebt nach Genüssen, die ihn der Alltäglichkeit entheben“, schreibt Melanie Grundmann in ihrem feinen und aufwendigen Dandy-Kochbuch, das schon von der Machart (Lesebändchen, roter Farbschnitt) ein Fest ist. Die Berliner Kulturwissenschaftlerin folgert daraus, dass „der Schritt zu wüsten Gelagen und Orgien nicht weit“ ist. Dekadent geht hier die Welt zugrunde mit einem Schwarzen Menü (Kaviar auf Blini, Trüffelpüree, etc.), Kalbsbries à l’Espagnole und natürlich einer Schildkrötensuppe. So viel Verderbtheit muss sein. Die Anleitung („12 Stunden lang ausbluten lassen“) ist nichts für schwache Gemüter. Zum Glück kann man besagte Suppe auch mit Kalbsfleisch oder Kalbskopf herstellen. Weiterlesen