Suppen & Messer

Was man so braucht im Nordelsass und in der Pfalz, ein Messer für Kastanien (Fotos: Pascal Cames)

Der Weißenburger Wochenmarkt ist ein schöner Ort um das Elsass kennen zu lernen, zum Beispiel kulinarisch und auch was Traditionen und altes Handwerk angeht. Eine gute Adresse ist Peter Knobloch. Der Deutsche ist längst zur Institution geworden. Seine Messer will niemand missen.

Der hagere, grauhaarige Mann mit dem Beret verkauft Messer, die er auch noch selbst gemacht hat. Peter Knobloch ist Karlsruher, wie man immer noch hört und mit Talent der Rede gesegnet. Er hat Lust zu parlieren und da die Nordelsässer noch ganz gut Dialekt können und viele Einkaufstouristen in der Stadt sind, gibt es auch immer ein Publikum für Peter Knobloch. Manche verbringen eine ganze Stunde am Stand Weiterlesen

Gelesen: Joachim Schnerf

Letzte Gelegenheit für einen Strauß Blumen (Abb. nicht aus dem Buch, Foto: Pascal Cames)

Salomon & Sarah

Über die Überlebenden der Shoa heißt es häufig, dass sie die stärksten und schlausten, ja vielleicht sogar die härtesten und durchtriebensten waren, denn wie sonst hätte man die Nazi-Hölle überleben können? (Ein gutes Beispiel dafür ist Rafael Seligmanns Roman „Der Milchmann.“) Joachim Schnerfs Held Salomon verdankt sein Überleben einer Hand, die ihn aus dem Lkw schubstes. So musste er nicht sein eigenes Grab schaufeln … Weiterlesen

Kunst: Gaby Kretz

Blick vom Kreuzgang in den Innenhof (Foto: Pascal Cames)

Einen Augenblick Ruhe

Die Straßburger Kirche Jung Sankt Peter (Église Saint-Pierre-le-Jeune) ist ein geheimnisvoller Ort vis-à-vis vom Trubel einer lauten Stadt, wo immer was geht. Ab und zu finden dort Ausstellungen statt, aktuell zeigt die elsässische Keramikerin Gaby Kretz ihre Skulpturen.

Die südliche von Straßburg wohnende Gaby Kretz habe ich beim Suppenfestival 2018 in Sainte-Croix-aux-Mines kennen gelernt. In Garten der Villa Burrus hatte die Keramikerin ihre Figuren installiert und sofort bekam der Ort einen charmanten, aber auch geheimnisvollen Zauber. Gaby Kretz‘ schlanke Figuren haben zwar alles – Augen, Mund, Nase – aber sie sind auch puppenhaft geheimnisvoll und da sie keine Narben, Pigmentstörungen oder auch Falten haben, sind sie alterlos. Vielleicht auch zeitlos. Weiterlesen

Postkarte aus: Straßburg

Happy together. Während die einen auf Fahrt gehen, bleiben die anderen sitzen und sehen auch eine Menge von der Stadt (Quai des Bateliers, Straßburg), Foto: Pascal Cames

Endless Summer. Leider singen nicht die Beach Boys und auch keine Surfer wagen den Wellenritt. Das Wasser ist ruhig, die Straße belegt. Gleich legt das das Touristenboot „Petite France“ ab um eine Runde um Straßburgs Grande Ile (dt. große Insel) zu drehen und Touristen zum Millionsten Mal ins Staunen zu bringen, wenn die Schleusen mit Wasser volllaufen. Die Leute auf dem Ponton an der Quai des Bateliers in Straßburg juckt das nicht, was der Tourist sucht, haben sie schon längst gefunden. Die Temperaturen fallen, verschwinden auch die Leutchen? Nein, die wird man noch eine Weile sehen, zumindest gefühlt geht der Sommer noch ein gutes Stück weiter. Ein bisschen Sonne, ja das reicht.

Kunst: Offene Ateliers

Kunst mit Ein- und Aussichten

Die 20. Ausgabe der Ateliers Ouverts bietet wie jedes Jahr einen Flash interessanter Kunst. Dank Flyer und Webseite lässt sich das kommende Wochenende perfekt planen oder man geht nach dem Prinzip Zufall vor. Fahren wir mal nach Straßburg! (Oder nach Colmar, Mulhouse, Neuve-Église oder Kruth …)

Wir sind mitten in Straßburg. Zuerst geht es durch einen handtuchgroßen Vorgarten, dann in das Innere eines Fachwerkhauses und dort entdeckt man einen kleinen Hinterhof, wo ein Velo an der Wand lehnt. Wo ist das Atelier? Weiterlesen

Einkaufen: This must be the Place

Lauch gehört mit Karotten und Zwiebeln zum magischen Trio für Soßen und Suppen

La Markthalle in Neudorf

Die Markthalle in Neudorf ist Straßburgs einzig überdachter Markt. Sie zeigt nicht nur bei schlechtem Wetter ihre Qualitäten. Das Angebot ist so phänomenal groß und gut, dass nicht nur der Neudörfler seinen Wochenendeinkauf dort macht.

Neudorf wird hip. Mit der Tram und der Regionalbahn kommt man bequem ins Viertel und mit dem Vélo sowieso. Das Viertel, das südlich der vierspurigen Straße nach Kehl liegt, hat noch den Charme einer typischen französischen Kleinstadt. Hier leben die kleinen Leute und die Parkplatzsituation ist zwar eine Katastrophe, aber nicht wirklich schlimm. Mittlerweile finden auch Professoren, Rechtsanwälte und andere nicht ganz so kleinen Leute das Viertel süpér! Warum? Wegen dem Charme und auch wegen der einzigen Markthalle Straßburgs. Was es da alles gibt! Weiterlesen