Die geheimnisvolle Frankenbourg

Gut gebaut: Mauerreste der Frankenbourg im Zentralelsass, Fotos: Pascal Cames

Wohin geht diese Tür? Rund um die Frankenbourg gibt es viele geheimnisvolle Orte, so die Feenbrücke auf dem Chalmont (dt. Schallberg), dort ist auch ein Schatz vergraben oder die Schalsmatt bei Neubois (Gereuth), wo es 1872 zu einer Marienerscheinung kam. Ein Weg zur Burg heißt „Himmelsleiter“. Das „Krüther Schloss“ gehört wohl zu den ältesten befestigten Orten im Elsass, angeblich stand auf dem Felsvorsprung schon zu Zeiten Chlodwigs eine Burg. Reste der Heidenmauer (frz. mur païen) lassen darauf schließen. Wie kommt man hin? Der schönste Weg ist zu Fuß, eine Wanderung wird demnächst in Der Sonntag vorgestellt. (Diese Wanderung ist nicht in meinem Buch „Wanderkino Elsass“ zu finden.)

http://www.der-sonntag.de

Cool down

Belle vue? Auf dem Thanner Hubel im Hochsommer

Können Bilder etwas bewirken? Als der Isenheimer Altar gefertigt wurde, glaubte man, ja, Bilder können heilen. In Zeiten von Instagram wird auch an irgendwas geglaubt, es muss wohl so sein, sonst gäbe es nicht so viele „Fotografen“ und Follower. Eventuell gibt dieses Bild eine Abkühlung. Es wurde vor fünf Jahren während einer Wanderung in den Hochvogesen auf dem Thanner Hubel aufgenommen. Hochvogesen heißt: Alles ist möglich. Und wenn doch die Sonne scheint, dann ist es wirklich nicht so heiß wie in Colmar, Sélestat oder Freiburg. Daher der Name „Sommerfrische“. Wanderungen wie diese zu den etwas kühleren Plätzen im Elsass finden sich in meinem Wanderführer „Wanderkino Elsass“, erschienen im Rombach Verlag.

https://www.rombach-verlag.de/buecher/regionalia/rombach/buch/details/wanderkino-elsass.html

Wandern mit dem „Wanderkino“

Wie diese kleine Kapelle in der Landschaft ist auch Masevaux noch ein weißer Fleck auf der Landkarte. Ob sich das jemals ändert?

Wie diese kleine Kapelle in der Landschaft ist auch Masevaux noch ein weißer Fleck auf der elsässischen Landkarte. Ob sich das jemals ändert?

Willkommen im La La Land. Was sich hier auf dem Bild versteckt ist die Kutzakapala, eine kleine Kapelle im Tal von Masevaux (Masmünster), am unteren Rand des Elsass, wo schon kein Wein mehr wächst. Eigentlich sollte diese Kapelle auch in meinem ersten Wanderbuch auftauchen, aber dann schien mir die Tour doch zu klein und das ganz große Kino-Erlebnis war’s dann doch nicht, obwohl die Landschaft dort wirklich hübsch ist. Ganz großes Kino, das war ein paar Mal der spontane Ausruf bei einigen Wanderungen (Taennchel z.B.) in den Vogesen und das führte dann zum etwas ungewöhnlichen Buchtitel. Das „Wanderkino Elsass“ hat 20 Wanderungen vom Petit Ballon im Süden bis zur Fleckenstein im Norden, plus einiger Einkehrtipps, ein paar Adressen für gutes Brot und ein paar Museen fürs geistige Futter. Das Wanderbuch ist aktuell im Rombach Verlag erschienen und kostet 14,90 Euro.

www.rombach-verlag.de/buecher/vorschau/rombach/buch/details/wanderkino-elsass.html

Die Zeichen stehen auf Wandern

Die Frage heißt nicht "wie geht's?" sondern "wohin geht's? (Foto: Pascal Cames)

Alles so schön bunt hier. Wanderzeichen in Zeiten des DIY  (Foto: Pascal Cames)

Wenn man etwas mit Liebe macht und/ oder der Markt sich dafür interessiert, dann wird manchmal Kunst daraus, wie zum Beispiel Frisörschilder und Werbeplakate in Westafrika. Wanderschilder die aus der finanziellen Not heraus entstanden sind und dem DIY frönen, sollten auch als Kunst gelten, dachte ich mir bei der Durchsicht meines Archivs, als ich Fotos für eine Wanderung auf den Donon suchte. Dieses Schild zeigt wohin es geht, aber nicht, wie lange man dafür braucht oder wie weit Wisches oder Wackenbach entfernt sind. Etwas Licht ins Wanderdunkel bringt mein erstes Wanderbuch „Wanderkino Elsass“ das von Süd nach Nord durchs Elsass und die Vogesen streift, immer nach der Suche nach dem ganz großen Kino fürs Auge. Es erscheint Mitte Juni im Rombach Verlag (14,90 Euro).

http://www.rombach-verlag.de/buecher/vorschau/rombach/buch/details/wanderkino-elsass.html

 

 

 

 

 

 

Im Nirgendwo der Nordvogesen

Hier sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht bei La Petite-Pierre (die weißen Flecken sind

Hier sieht man vor lauter Bäumen den Wald bei La Petite-Pierre/ Lützelstein nicht (die weißen Flecken sind ungefähr zehn Arten von Flechten)

Die Straße ist typisch Frankreich, grober Asphalt und gerade so viel Platz, dass zwei Autos ohne Schrammen durchkommen. Bloß, es kommt keins entgegen. Obwohl es nur wenige Kilometer bis zum Ziel sind, zieht es sich in die Länge. Man denkt, nach der nächsten Kurve sind wir da oder die nächste Abzweigung, müsste die letzte sein. Oder diese Häuser da vorne, die gehören schon zu La Petite-Pierre/ Lützelstein. Oder dort, wo der Holzrauch aufsteigt, das müsste es doch schon sein? Aber es ist nur ein Weiler im Nirgendwo der Nordvogesen und immer noch sind es ein paar Kilometer bis zum „alten Bergschloss in einer sehr hügeligen Landschaft“, wie es der junge Student Goethe so treffend sagte. Der Waldreichtum um La Petite-Pierre/ Lützelstein ist so gigantisch wie grenzenlos* und auch überraschend schön. Dass man hier gut wandern kann, geschenkt, aber man sollte den Wanderzeichen folgen und eine Karte dabei haben. Mich zieht es immer wieder dahin, weil ich hier mit dem Wandern anfing, weil meine Tochter hier ihre ersten Schritte machte, weil … Eine dieser Wanderungen stelle ich in meinem ersten Wanderführer „Wanderkino Elsass“ (Rombach Verlag, 14,90 Euro) vor, der am 24. Mai erscheint.

* Das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord beläuft sich auf 310.500 Hektar in zwei Ländern und zwei Departements

http://www.rombach-verlag.de/buecher/regionalia/rombach/buch/details/wanderkino-elsass.html